Warum treibst du Sport?

Was bewegt dich dazu bei 4 Grad laufen zu gehen, um 22 Uhr im Gym zu trainieren oder um 6 Uhr morgens deine Bahnen zu schwimmen?

Weil du dich gut fühlst? Weil du deine Grenzen ausloten willst? Oder hilft dir der Sport sogar dabei ein Statement zu setzen, gegen Vorurteile zu kämpfen, es anderen zu beweisen?

Leon Schäfer hat im Alter von 12 Jahren seinen Unterschenkel samt Knie verloren. "Es war das Beste, was mir passieren konnte", sagt der heute 22-Jährige über die Amputation aufgrund von Knochenkrebs. Denn die Lösung seines "Problems" war eine Prothese - und der Sport, den er dadurch weiterverfolgen konnte.

Noch im Krankenhaus kommt Schäfer mit der Para-Leichtathletik in Kontakt. Sein Weg führt ihn von Bremen nach Leverkusen, und von einer vor der Erkrankung geplanten Fußball-Karriere auf die Tartanbahn des TSV Bayer 04.

Leon Schäfer Weltrekordhalter im Weitsprung in derr paralympischen Klasse T42 und Nike Athlet

Zehn Jahre später, im Juli 2019, springt Leon Schäfer in der paralympischen Klasse T42 so weit wie vor ihm noch kein anderer oberschenkelamputierte Sportler. Und damit auch weiter als Heinrich Popow, sein Vorbild und Mentor.

Der 36-Jährige, der ebenfalls seinen Unterschenkel aufgrund eines Tumors im Alter von neun Jahren verlor, hat seine Karriere als aktiver Para-Leichtathlet erst Ende 2018 mit insgesamt 29 Medaillen bei Welt- und Europameisterschaften sowie den Paralympics beendet.

Davon ist Leon Schäfer zwar noch weit entfernt, aber er hat viel von Popow gelernt, und den Weltrekord im Weitsprung hat er ihm bereits abgenommen. "Ich bin froh, dass er mir meinen Weltrekord genommen hat", erklärt der 36-Jährige, und lacht: "Mein eigener Rekord interessiert mich nicht mehr. Leon wird noch sehr viele Bestmarken aufstellen und sehr sicher der erste Athlet sein, der die 7-Meter-Marke knackt."

Leon Schäfer Nike Athlet Just Do It

Diese Einstellung verdeutlicht exakt den Eindruck, den man vom Para-Team in Leverkusen bekommt. Heinrich Popow, mittlerweile ausgebildeter Orthopädietechniker, hat seine Erfolge und seinen Sport nie nur für sich betrieben. Auch heute noch besucht er regelmäßig die Leichtathletikhalle der Fritz-Jacobi-Anlage. Er begrüßt jeden der anwesenden Athleten, erkundigt sich nach deren Prothesen und gibt Tipps beim Training.

Doch auch über die professionelle Leichtathletik hinaus engagiert sich Popow mittlerweile. Er will so vielen Menschen wie möglich den Weg zum Sport öffnen. Er ist mit den Running Clinics von Ottobock unterwegs, folgt Einladungen von Schulen, ist Ansprechpartner für Krankhäuser.

"Eine Behinderung hat eigentlich gar nichts mit dem Verlust von Gliedmaßen zu tun, sondern ist nur eine Sache des Kopfes. Mit einer positiven Einstellung schaffst du alles, dann gibt es keine Grenzen", so Popow.

Nike Athlet Leon Schäfer beim Training für den paralympischen Weitsprung

Trotz aller Erfolge und Rekorde ist auch für Leon Schäfer die Inspiration anderer ein großer Antrieb: "Ich möchte motivieren und Mensch zeigen, dass im Prinzip alles möglich ist. Rückschläge gehören zum Leben dazu, aber es gibt immer Wege, aus diesen Situationen herauszukommen." Sport sei die größte Plattform für Menschen, ihre Ziele zu verfolgen – egal unter welchen körperlichen Voraussetzungen.

Nutzer unserer KELLER sMiles App App können ab dem 10. November auch ihren Teil beitragen und ganz einfach den deutschen Leichtathletik-Nachwuchs unterstützen. Nehmt dazu an der Nike JDI Challenge teil und lauft 30km in 30 Tagen. Damit tut ihr nicht nur euch selbst etwas Gutes, sondern helft mit den gelaufenen Kilometern auch ein Projekt von Nike Nike in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Leichtathletik-Verband zu unterstützen.

Ob euer eigener Antrieb nun eine persönliche Bestleistung ist, oder einfach nur die Sonntagsrunde mit eurem Lauf-Buddy. Wichtig ist, dass ihr rausgeht und Sport treibt. Zusammen mit Nike habt ihr daher am 10. November in unserer Keller Sports Brand Experience Base die Möglichkeit den Vaporfly Next% zu testen, die mehrfache deutsche Meisterin im 800m-Lauf, Christina Hering, zu treffen, und natürlich einfach eine Runde gemeinsam zu laufen.

Fotos: Stephan Wieser