Durch den Wegfall von Veranstaltungen, Rennen und Marathons, können in 2020 andere Dinge in den Vordergrund treten. An Alternativen mangelt es sicher nicht, wenn es darum geht, die Zeit am Rad sinnvoll zu verbringen, Dinge auszuprobieren, sich zu fordern und vor allem auch neue Gegenden kennenzulernen.

Dass es dabei nicht zwangsläufig mit dem Flugzeug irgendwohin gehen muss sondern - im Gegenteil! - das Gute oft recht nahe vor der eigenen Haustür liegt, kommt noch dazu. Bikepacking ist seit einigen Jahren äußerst präsent - es wäre verharmlosend, hier noch von einem "Trend" zu sprechen.

Beim Bikepacking verstaut man sein Gepäck direkt am Fahrrad zum Beispiel mit den EVOC Biketaschen

Bikepacking als alternativer Urlaub

So unterschiedlich die Ambitionen (weit, weiter und am besten transkontinental), Intentionen (von Leistungssteigerung bis Selbstfindung) oder aber Vorstellungen (einer "guten Zeit im Sattel") auch sein mögen, so sehr unterscheiden sich auch die Herangehensweisen, was Material und Ausrüstung betrifft. Vom Minimalsetup am Rennrad über die Light-Camping Variante am Grosser bis hin zu MTB-Variationen und voller Ausrüstung am Reiserad - Grenzen werden einem hier nur von der eigenen Vorstellungskraft gesetzt. Es gibt kein "richtig" oder "falsch", hier zählen andere Dinge!

Wer ins Bikepacking hineinschnuppern möchte, benötigt nicht gleich eine völlig neue und komplette Ausstattung - das ganze lässt sich entspannt und langsam steigern, wenn man einmal auf den Geschmack gekommen ist. Für den Anfang empfiehlt sich eine Zwei- oder Drei-Tages-Tour mit Übernachtung im Hotel oder bei Freunden. Wer dabei Lust auf mehr bekommt, kann sich der dahinterliegenden Welt widmen, in der es dann um Zelte, Schlafsäcke und Aeropress-Kaffeekocher geht.

Für einen Wochenendtrip oder den vielbeschworenen "Overnighter" (also einer zweitägigen Ausfahrt mit einer Übernachtung) sollte man dennoch ein paar Essential mitnehmen - von Wechselgewand über Ersatzteile bis hin zu Lichtern, Powerbanks und - zu Dokumentationszwecken - auch einer kleine Kamera. Um diese Dinge gut verstauen zu können eignen sich leichte, wasserdichte und vielseitige Taschen wie jene von EVOC.

Die Marke EVOC ist bekannt für ihre Bike Ausrüstung vor allem die Fahrradtaschen und Rucksäcke

Drei EVOC Radtaschen im Bikepacking Test

Der deutsche Hersteller von Taschen aller Art ist bei weitem kein Unbekannter, wenn das Terrain ruppig, die Herausforderungen härter und die dazugehörigen Geschichten spannend werden. Durch weitreichende Erfahrungen im Sport von Snowboard über Mountainbike zu Skitouren und Wandern, weiß EVOC worauf es bei Taschen und Rucksäcken ankommt.

Widerstandsfähigkeit, einfache Bedienung, Flexibilität und gutes Design zählen daher zu den Grundmerkmalen und müssen gar nicht sonderlich prominent hervorgehoben werden. Diese Disziplinen sind immerhin wesentliche Voraussetzungen für ein gelungenes Abenteuer - schließlich möchte man sich auf sein Projekt konzentrieren und nicht auf die Ausrüstung und deren Bedienung.

In unserem Test war ein Light-Setup im Einsatz: Die EVOC Seat Pack Boa 3l Tasche, die EVOC Top Tube Pack 0,5l Oberrohrtasche sowie die EVOC Handlebar Pack Boa 5l Lenkerrolle. Für unterschiedliche Einsatzzwecke eignen sich unterschiedliche Größen von Taschen und deren Zusammenstellung. Die EVOC Biketaschen gibt es daher in einer Vielzahl von Varianten, Farben und Größen - ein Blick in unseren Shop lohnt sich hier jedenfalls.

EVOC Seat Pack Boa 3L Tasche (grau) 139,90 €
EVOC Seat Pack Boa 3L Tasche (grau)
139,90 € *
EVOC Top Tube Pack 0.5L Tasche (grau) 34,90 €
EVOC Top Tube Pack 0.5L Tasche (grau)
34,90 € *
EVOC Handlebar Pack Boa 5L Tasche (grau) 139,90 €
EVOC Handlebar Pack Boa 5L Tasche (grau)
139,90 € *

Für unsere Testauswahl war wichtig, dass die Lenkerrolle zwischen einen Rennrad- bzw. Gravellenker passt, die Satteltasche sollte nicht zu groß sein, da wir für unseren Overnighter nicht allzu viel Gepäck dabei haben wollten. Es muss natürlich jederzeit klar sein, dass zusätzliches Gepäck auch ein Mehrgewicht mit sich bringt, das man auf dem Rad spürt.

Für die Befestigung der Taschen hat sich EVOC einen Partner an Bord geholt, der sein Handwerk erwiesenermaßen versteht - BOA! Deren Drehverschlüsse kennt man von den Radschuhen der World Tour-Profis und vielleicht auch von dem einen oder anderen Modell aus dem eigenen Kleiderkasten.

Das BOA Verschluss System hält die EVOC Fahrradtaschen fest an ihrer Position

Die einfache und problemlose Bedienung der Dreh-Regler gehört zu den einfachsten und zuverlässigsten Vorgängen, insofern gibt auch die Anbindung der Sattel- und Lenkertaschen keinerlei Rätsel auf. Gurte um die Stütze bzw. Den Lenker legen, einrasten und drehen bis alles fest sitzt. Einfacher geht es wirklich nicht und auch die Positionierung der Taschen geht so einfacher von der Hand, da man nichts (mühsam) festhalten oder fixieren muss. Natürlich ginge es auch mit konventionellen Gurten und Klettverschlüssen, aber wenn man schon mal BOAs in der Hand hat...

Sowohl Sattel- als auch Lenkertasche sind teilweise vorgeformt, das erleichtert zum einen das Ein- und Ausräumen, zum anderen behalten beide Taschen gut ihre Form, wenn diese vollgestopft und beladen werden. Klumpige und unförmige Taschen sind nicht nur unpraktisch sondern tatsächlich auch immer ein potentielles Risiko - man möchte ja nicht den beweglichen Teilen des Rades in die Quere kommen!

In der EVOC Lenkertasche verstaut man das Gepäck ohne dass es beim Radfahren stört

Die EVOC Handlebar Pack Boa 5l Lenkerrolle

Die EVOC Handlebar Tasche ist von beiden Seiten aus befüllbar, mit den einrollbaren Verschlüssen kann man selbst regulieren, wie breit die Tasche am Ende sein darf und soll. Wasserdichtheit ist wichtig, wenn das Spritzwasser vom Vorderreifen direkt auf die Taschen prallt, außerdem ist das Material gut und leicht abwaschbar, wenn es einmal etwas rauer zugegangen ist. Mit Radcomputern, Lichtern und Aerohalterungen muss man eventuell etwas nach oben rücken, hier ist je nach Rad- und Lenkermodell mehr oder weniger Platz am Lenker.

Die EVOC Handlebar Pack Boa 5l Lenkerrolle bietet einen praktischen Stauraum am Lenker beim Bikepacking

Die EVOC Seat Pack Boa 3l Satteltasche

Die EVOC Satteltasche kann ebenfalls variabel gefüllt werden - je nach Volumen zieht man den Verschluss etwas fester zu und die Tasche wird kürzer. Mithilfe der befestigten Gurte und etwas Kraft kann man auf diese Weise eine kompakte Tasche an der Sattelstütze mitführen, die beim Fahren fast nicht auffällt und sich schon gar nicht auf die Fahreigenschaften des Rads auswirkt. Die Einbuchtung am Spritzgussteil der Tasche ist auch für die Montage an Aero-Stützen geeignet und verhindert so, dass die Tasche ins Schwingen gerät.

Die EVOC Seat Pack Boa 3l Satteltasche wird unter dem Sattel mit einem BOA Verschluss befestigt

Die EVOC Top Tube Pack 0,5l Rahmentasche

Die kompakte Rahmentasche ist der heimliche Vielseitigkeits-Star des Trios und hat sich auch ohne Bikepacking-Ambitionen einen Fixplatz in jeder Rad-Ausrüstung verdient. Out of the box kommt er mit ganzen zehn Schlaufen für die mitgelieferten Klettverschlüsse. Diese können in jede der einzelnen Schlaufen eingefädelt werden - auf diese Weise passt die Tasche in jeden Winkel des Rahmendreiecks (und auch aufs Oberrohr). Eine Ersatzteiltasche im unteren Rahmendreieck? Kein Problem. Eine Tasche fürs Riegel und Gels unterm Sattel? Problemlos. Eine Tasche für den Akku der Lampe hinter dem Steuerrohr? Easy!

Die Möglichkeiten sind vielfältig und die Tasche tatsächlich unglaublich flexibel einsetzbar. Lob verdient EVOC auch für die mitgelieferten transparenten Aufkleber, die den Rahmen dort schützen sollen, wo die Klettbänder aufliegen. Und noch ein weiteres Mitarbeits-Plus gibt es für das Loch in der Tasche, durch das Kabel oder dergleichen zum Lenker geführt werden können, während der Reissverschluss geschlossen bleiben kann.

Die EVOC Top Tube Pack 0,5l Rahmentasche bietet einen praktischen Stauraum für Kleinigkeiten im Rahmen

Fazit zu den EVOC Bikepacking Taschen

In Aktion sind die EVOC Bikepacking Taschen zuverlässige und vor allem flexible Partner, die vor allem hinsichtlich Montage und Positionierung keine Fragen aufwerfen. Das Design ist klassisch und mit deckenden Farben eher dezent gehalten. Wasser und andere Gefahren des Bikepackens sind verlässlich ausgesperrt.

Die verhältnismäßig kleinen Packmaße wirken zuerst wie eine Einschränkung, offenbaren aber schon nach einem kurzem Test, dass man gar nicht so viel Gepäck mitnehmen muss. Der Platz ist absolut ausreichend für kurze Bikepacking-Touren - und den Raum, den man nicht mit Gepäck vollräumt, kann man unterwegs vorzüglich mit Eindrücken und Erinnerungen füllen!

* Der tatsächliche Preis kann von dem hier angegeben abweichen. Er hängt von aktuellen Angeboten und dem Modell ab.

Credits: Martin Granadia